Sterilisation des Mannes

Ist die Familienplanung abgeschlossen, denkt man an Verhütung.

 

Hier gibt es mehrere Möglichkeiten:

Bei der Frau: Temperaturmethode, hormonelle Behandlung (z.B. die „Pille“), Spirale, Eileiterunterbindung,

Beim Mann: Kondom, Coitus interruptus, Unterbindung der Samenleiter.

Viele der möglichen Verhütungsmethoden haben große Risiken zu versagen. Die operativen Behandlungsmethoden zeigen hier die größten Wahrscheinlichkeiten, dauerhaft unfruchtbar zu werden.

Allerdings ist dieses ein Eingriff in die Unversehrtheit des Körpers, es liegt ja keine Erkrankung vor. Deshalb bedarf es einer gesonderten Vereinbarung zwischen dem Arzt und dem Patienten.

Die Unterbindung der Eileiter der Frau ist operationstechnisch mit einem größeren Aufwand verbunden, da diese in Vollnarkose zumeist mit einer Bauchspiegelung durchgeführt wird.

Beim Mann kann die Unterbindung der Samenleiter in der Regel ambulant in örtlicher Betäubung erfolgen.

 

Bezüglich Ihrer Entscheidung zur Sterilisation des Mannes ist es wichtig zu wissen:

Sterilität bedeutet die zumeist dauerhafte Unfähigkeit, Kinder zu zeugen. Erst nach Aufklärung über die Einzelheiten, die Folgen und auch evtl. psychische Auswirkungen des ärztlichen Eingriffes und nach gründlicher Abwägung aller Vor- und Nachteile dieser Operation für die Gegenwart und Zukunft kann sich ein Paar zu diesem Eingriff beim Mann entschließen.

Dem Paar sollte bewusst sein, dass auch dann, wenn es wider Erwarten in Zukunft zu einer Änderung der wohlüberlegten Auffassung kommen sollte (z.B. infolge Todesfällen, Eheauflösung, Wiederverheiratung), dass bei einer etwaigen späteren Operation zur erneuten Wiedervereinigung der durchtrennten Samenleiter nur eine geringe Aussicht auf Erfolg besteht.

Der Erfolg der Vasektomie kann erst dann bescheinigt werden kann, wenn 2-3 x im Ejakulat innerhalb von 6 Monaten nach dem Eingriff keine Samenzellen mehr nachweisbar sind. Die Untersuchung des Ejakulates muss durch einen dafür qualifizierten Arzt (in der Regel der Urologe) erfolgen. Erst nach auf diese Weise festgestellter Zeugungsunfähigkeit kann der Geschlechtsverkehr ohne Verhütungsmittel ausgeübt werden. Eine weitere Kontrolle des Spermas nach einem weiteren Jahr wird außerdem angeraten.

 

Noch ein paar Tipps vor der OP:

Als Vorbereitung auf den Eingriff sollte die Schambehaarung durch Rasur entfernt werden. Am Operationstag besteht eine Fahruntüchtigkeit des Ehemannes, weshalb eine Begleitperson am OP-Tag erforderlich ist.

Der Ehemann darf vor diesem Eingriff mindestens 6 Stunden nichts gegessen, nichts getrunken und nicht geraucht haben.

 

Wer trägt die Kosten für diese Operation?

Da bei der Unterbindung der Samenleiter keine Erkrankung vorliegt, übernehmen die Krankenkassen nicht die Kosten für eine derartige Operation.

Der Patient schließt mit dem Arzt einen Privatbehandlungsvertrag ab.

Auch braucht die Krankenkasse die Kosten, die für die verlangte privatärztliche Behandlung anfallen, nicht erstatten, auch nicht teilweise.

 

Für nähere Informationen bitte ich Sie, einen Gesprächstermin zu vereinbaren.